KRH Geriatrie stellt weitere Weichen für die Zukunft

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Dr. Martin Stolz übernimmt Chefarztposition ab 1. Januar 2017

KRH Geschäftsführer Medizin, Dr. Matthias Bracht (l.), heißt Dr. Martin Stolz als neuen Chefarzt der KRH Geriatrie im Konzern willkommen.

Über kaum eine medizinische Fachrichtung ist in den vergangenen Jahren so viel geschrieben und berichtet worden wie über die Geriatrie. Das liegt daran, dass sich in der Öffentlichkeit mehr und mehr ein Bewusstsein für den demographischen Wandel entwickelt. Dazu gehört eben auch anzuerkennen, dass eine älter werdende Bevölkerung auch andere Ansprüche und  Bedürfnisse an die stationäre medizinische Versorgung hat. Bereits seit über 25 Jahren verfügt das Klinikum Region Hannover (KRH) über einen selbständigen geriatrischen Bereich. „Hier ist der Konzern traditionell  gut aufgestellt“, ordnet Dr. Matthias Bracht, Geschäftsführer Medizin im KRH, die regionale Ausrichtung im Vergleich zur bundesweiten Situation ein. „Um aber den zukünftigen Herausforderungen begegnen zu können, dürfen wir uns nicht auf einer bestehenden Struktur ausruhen.“

Dr. Martin Stolz wird eine wesentliche Schlüsselfigur sein, um in der KRH-Geriatrie die richtigen Weichen zu stellen. Der Internist, Kardiologe, Gesundheitswissenschaftler und Geriater übernimmt die Chefarztposition der KRH Geriatrie Langenhagen ab dem 1. Januar 2017. „Wir freuen uns, dass wir mit Dr. Stolz einen versierten und erfahrenen Altersmediziner für uns haben gewinnen können, der ein sehr breites interdisziplinäres Spektrum abdeckt.“ Für Stolz stehen besondere Aufgaben an. Eine wird es sein, die Geriatrie in eine neue standortübergreifende Struktur zu überführen, weg aus der Einzellage am jetzigen Standort, hin zu einer stärkeren Anbindung an die anderen Krankenhausstrandorte des KRH. „Der ältere Mensch steht im Mittelpunkt der Geriatrie“, erläutert der 55-jährige Experte. „Aber die anderen medizinischen Fachrichtungen, wie Innere Medizin oder die Unfallchirurgie/Orthopädie und auch die diagnostischen Fächer wie die Radiologie sind ganz wesentliche Bausteine, um unsere Patienten vollumfänglich behandeln und begleiten zu können, darum ist der neue Ansatz des KRH ein so wichtiger und richtiger.“

Ein kleiner Zahlenvergleich verdeutlicht, welche Rolle der ältere Mensch und welche Rolle damit auch die Geriatrie im stationären Umfeld eines Krankenhauses spielt und zukünftig spielen wird. In vielen Notaufnahmen in Deutschland werden heute zehnmal mehr über 70-Jährige behandelt als unter 70-Jährige. „Damit ist aus meiner Sicht klar, wohin wir uns als KRH Geriatrie weiterentwickeln müssen“, ordnet Stolz ein. „Von der geriatrischen Expertise dürfen nicht nur die Patienten in der Fachklinik Geriatrie profitieren, sondern sie muss noch stärker im gesamten Versorgungsangebot der KRH wirksam werden.“ Hierzu sind im Rahmen der Umsetzung der Medizinstrategie in den zurückliegenden beiden Jahren wesentliche Entwicklungsschritte gemacht worden: Bereits 2015 konnten geriatrische Angebote am KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge und am KRH Klinikum Siloah im Rahmen der internistischen Abteilungen aufgebaut werden. In 2016 folgten das KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen und das KRH Klinikum Robert Koch Gehrden. Diese Versorgungsangebote wird der neue Chefarzt ebenfalls fachlich steuern und weiterentwickeln. Nach seiner Überzeugung ist dies aber keine Einbahnstraße. „Wir bedürfen in der klassischen Geriatrie mit ihrer Frührehabilitation und Mobilisation sehr viel mehr den interdisziplinären Austausch der anderen medizinischen Fächer. Denken Sie hier nur an die modernden Möglichkeiten der bildgebenden  Verfahren wie MRT oder CT, über die wir im Moment am Standort Langenhagen nicht verfügen.“

Stolz studierte am Universitätsklinikum Göttingen und an der Medizinischen Hochschule Hannover. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Geriatrie und verfügt über eine umfangreiche Erfahrung in der Leitung unterschiedlichster Kliniken und Einrichtungen im Norddeutschen Raum. In Vorbereitung auf seine jetzige Position war er bereits vor einem halben Jahr zum KRH gewechselt. „Ich kenne meine Kolleginnen und Kollegen und die Strukturen sehr gut und freue mich darum besonders, dass ich mit einem hoch motivierten und qualifizierten Team die vor uns liegenden Aufgaben in Angriff nehmen darf.“

 

 

Montag, 2. Januar 2017