Mutterschutz & Elternzeit

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Mutterschutz

Die Zeiten des Mutterschutzes sind in Deutschland gesetzlich festgelegt.

Sie als Schwangere haben ein Anrecht darauf, sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin in Mutterschutz zu gehen. (Diese sechs Wochen sind optional. Sie können auch bis zur Geburt Ihrer Arbeit nachgehen.)

Ab dem Tag der Geburt schreibt der Gesetzgeber acht Wochen Mutterschutz vor. Bei Mehrlingsgeburten beträgt der Mutterschutz nach der Entbindung sogar zwölf Wochen. In dieser Zeit ist es nicht möglich, freiwillig weiter zu arbeiten.

Während des Mutterschutzes erhalten Sie weiterhin Ihr volles Nettoeinkommen.

Bitte beachten Sie, dass bei bestimmten beruflichen Tätigkeiten (durch die die Schwangerschaft bzw. das ungeborene Kind gefährdet werden könnte) oder durch ärztliche Atteste ab dem Zeitpunkt des Feststellens Ihrer Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot besteht bzw. bestehen kann.

 

Schwangerschaftsbedingter Kündigungsschutz

Von dem Moment an, in dem Sie Ihren Arbeitgeber von Ihrer Schwangerschaft in Kenntnis setzen, bis vier Monate nach der Geburt Ihres Kindes besteht ein gesetzlicher Kündigungsschutz.

Auch während der Elternzeit darf der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht beenden.

 

Elternzeit

Unter Elternzeit versteht man eine unbezahlte Freistellung von der Arbeit nach der Geburt des Kindes. Eltern, die in einem nicht selbstständigen Arbeitsverhältnis stehen, haben hierauf einen Rechtsanspruch. Elternzeit kann maximal für die Zeit von der Entbindung bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes genommen werden. Ein Anspruch auf Elterngeld besteht nur für zwölf bzw. vierzehn Monate.

Der Antrag auf Elternzeit muss bis sieben Wochen vor dem geplanten Beginn erfolgt sein. Soll die Elternzeit der Mutter also direkt an den Mutterschutz anschließen, sollte der Antrag spätestens eine Woche nach der Geburt des Kindes gestellt werden. Die Frist von sieben Wochen gilt auch für den Vater, unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt die Elternzeit von ihm genommen wird.

Elterngeld kann in der Zeit von der Geburt des Kindes für die Dauer von bis zu vierzehn Lebensmonaten des Kindes (entspricht nicht Kalendermonaten) bezogen werden. Das Elterngeld wird vom Staat gezahlt, nicht vom Arbeitgeber.

Nimmt nur ein Elternteil Elternzeit, so wird das Elterngeld für zwölf Monate gezahlt. Wenn der Partner auch für mindestens zwei Monate sein Recht auf Elternzeit in Anspruch nimmt, verlängert sich der Zahlungszeitraum auf vierzehn Monate.

Die Höhe des Elterngelds beträgt mindestens 300 Euro und ist abhängig von Ihrem Nettoeinkommen. Grundsätzlich erhalten Sie bei einem Nettoeinkommen von unter 1.200 Euro 67 Prozent Ihres Nettoeinkommens als Elterngeld, bei einem höheren Einkommen 65 Prozent (bis maximal 1.800 Euro).

 

 

 

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